Die StimmTanzPerformance „Bewegte Oktaven“ des Duos Susanne Weins und Sašo Vollmaier inzeniert unter der Regie von Sabine Seume eine Hommage an den Stimmbildner Alfred Wolfsohn. Anläßlich des großen Erfolgs des Bestseller Romans „Charlotte“ von David Foenkinos, zeigt die Künstlergruppe im „Atelier Performative Künste“ auf, wie aktuell sich Alfred Wolfsohns Stimmphilosophie im Rahmen aller performativen Künste erweist. Szenen, wie u.a. „Die Stimme des Anderen“, „Ruf des Schattens“ oder „Belebte Zerbrechlichkeit“, sprechen eine furchtlose Hörerhaltung an. Hier gilt der Körperlichkeit und der zueigens menschlichen Aspekte der Stimme erste Aufmerksamkeit. Feinfühlig und gewandt arrangiert dafür der Musiker Sašo Vollmaier Klangräume für Installationen, Bilder und Bewegungen.


In Wechselwirkung mit der Stimmperformerin Susanne Weins ereignen sich spannungsvolle Momente im genreübergreifenden Geschehen. Mit sicher Hand verarbeitet die Choreographin und Butohtänzerin, Sabine Seume, Zitate über die Stimme zu einer spannenden Reise, in jenes Phänomen, dessen sich der Zuschauer täglich selber bedient.

Ausführende KünstlerInnen:

Susanne Weins (Performance, Stimme, Tanz)

Sašo Vollmaier (Performance, Komposition, Musik)

Regie und Licht:

Sabine Seume

Bühnenbild:

Wolfgang Peters

Fotografie

René Ruelke

Melancholia

"fragile breath"

Sept/Oct 2017

Atelier Performative Künste


Performers: Susanne Weins, Sašo Vollmaier

Direction: Sabine Seume

Light: Rene Rülke

Stage design: Wolfgang Peters

Organisation: Alexandra Saraval

Camera: Thilo Schölpen

Audio,Video,Music: Sašo Vollmaier

"Cantique de Jean Racine" by Gabriel Faure

Choir: Isabelle Frommer, Lilly Fleur, Alexandra Saraval, Regine Dichgans, Assiba Akoho,

Martha Luetticken, Johana Fricke, Martin Dichgans, Stefan Biere.


links:

susanneweins.com

sasovollmaier.com

sabine-seume.de

praxispeters.de

reneruelke.com

thiloschoelpen.de

FENG CHÁ - ERFOLGREICHE PREMIERE IN DÜSSELDORF- KAISERSWERTH


"Mein Zuhause ist, wo ich Tee trinke!"


Liebevoll hält Soojung Hwang ihre filigrane Teekanne in der Hand, betrachtet sie, poliert sie. Sie erinnert sich an den chinesischen Teepott-Macher, der seine Leidenschaft während des Widerstandskriegs gegen Japan aufgeben musste, um fortan als Schlachter zu arbeiten.

Sein geliebtes Atelier zu verlassen und sein Handwerk nicht mehr ausüben zu können, brach sein Herz, ließ ihn in seiner Hoffnungslosigkeit verzweifeln. Und da war der deutsche Freund aus Berlin, der es verstand mit der Soojung Hwang Tee zu trinken. Richtig Tee zu trinken. Geschichten und Gedichte rund um den Tee mit seiner tausende Jahren alten Tradition gaben den Anstoß für die Produktion „Feng Chá – der Wind durch Blätter und Wasser im Wandel des Seins“, die noch bis Freitag im Atelier Performative Künste in Düsseldorf-Kaiserswerth zu sehen ist.

Das internationale Ensemble, darunter die koreanische Teezeremonie-Meisterin und Künstlerin Soojung Hwang, die Italienerin Sara Simeoni (Tanz), der Slowene Sašo Vollmaier (Klang-Komposition) und Susanne Weins (Stimm-Performance) setzen

unter der Regie des Kaliforniers Jon Kellam in dem ehemaligen Heuschober in der Kittelbachstraße 11 den Tee künstlerisch in Szene.

Internationale Tee-Erfahrungen

Tee ist ein Geschenk der Natur und wird seit Urzeiten fast ausschließlich mit der Hand geerntet. Er zählt zu den beliebtesten Getränken weltweit, verbindet Menschen, bietet Anlass zum kreativen Austausch und erwärmt das Herz. Er gibt Energie für den Tag, heilt den Körper und beugt Krankheiten vor. Die Stimm-Tanz- Performance Feng („Wind“) Chá (koreanisch für „Tee“) spiegelt die facettenreiche Welt des Tees wider. Die Grundidee war das fließende Element Wasser und die

Leichtigkeit des Windes mit Stimme, Tanz und Musik zu verbinden.

Die Themen Nachhaltigkeit werden in Feng Chá ebenso aufgegriffen wie die Bedeutung der Teepflanze camellia sinensis und der Handel auf der Seidenstraße. Auch Kritik an der Gesellschaft kommt in der zeitgenössischen Stimm-Tanz- Performance zur Sprache, denn „so wie Gold trinkt auch der Tee das Blut der fleißigen Hände“. Die unterschiedlichen Oo Long-Teesorten „White Monkey“ und

„Schwarzer Drache“ verkörpern die Künstlerinnen Sara Simeoni tänzerisch sowie Susanne Weins akustisch in ihrer Stimm-Performance. Düstere und verzerrte Töne, schwere Atmung, ruhige Klaviermusik, klangliche Landschaften und sanfte Gesänge wechseln sich ab.

Das Wichtigste in Feng Chá ist jedoch ist die persönlichen Tee-Erfahrung mit Menschen und die lebendig gewordenen Träume, die die Teezeremonie-Meisterin Soojung Hwang auf der ganzen Welt erlebt hat, und die künstlerisch und mit einfachen Mitteln in Szene gesetzt werden - frei nach dem Motto „Mein Zuhause ist, wo ich Tee trinke.“ Für die in Frankreich lebende Künstlerin Soojung Hwang konnte in der neuen Produktion das Physical Theatre mit der Traumdeutung verbunden werden.

„Feng Chá – Der Wind durch Blätter und Wasser im Wandel des Seins“ ist heute, 16. Juli, und am Freitag, 17. Juli, jeweils um 15.00, 18.00 und 20.00 Uhr im Atelier Performative Künste, Kittelbachstraße 11, in Düsseldorf-Kaiserswerth zu sehen.

Tickets sind für 25 Euro an der Tages-/Abendkasse erhältlich. Um telefonische Anmeldung unter Tel.: 0211/4541142 im Vorfeld wird gebeten, um die Zuschauerzahl zu regulieren.


Presse text von Kirstin Gräfin von Schlabrendorf-Engelbracht